Samstag, 15. August 2009

Erster Arbeitstag und Fotoshooting!

Hey ihr Lieben!
Am Donnerstag war also unser erster richtiger Arbeitstag. Doch so ganz überzeugt von meinem Projekt bin ich bis jetzt leider noch nicht. Aber ich denke das ist auch verständlich, wir brauchen sicher unsere Zeit um in das Projekt und die Arbeit reinzufinden.
Am Donnerstag morgen zumindest war ich bei der 8. Klasse. Letztendlich hatte ich eigentlich den ganzen Morgen nichts zu tun. Alle Schüler saßen ganz still und leise da und haben ihre Hausaufgaben gemacht- und niemand brauchte wirklich Hilfe. Und wenn, dann in Religion, und die Bibel auf Spanisch kann ich halt nunmal noch nicht zusammenfassen. Naja, dann gab's Mittagessen und dann saßen Marcia und ich noch ein bisschen in der Sonne. War ganz froh, dass Marcia auch dabei war.
Mittags kamen dann wieder die Kleinen. Am Anfang war ich mit Marcia alleine bei den Erstklässlern. Das war echt cool. Doch dann musste ich zu den Drittklässlern. Nach einer Viertelstunde oder so hat dann der Lehrer gesagt, er müsste gehen und letztendlich war ich dann den Rest vom Nachmittag alleine mit 15 Drittklässlern. Erst haben wir Monopoly und Schach gespielt und gepuzzelt. Danach konnte dann jeder spielen was er wollte. Muss sagen war ganz schön stressig.

Abends waren wir dann Salsatanzen. Hat echt Spaß gemacht. Und der Tanzlehrer hat sogar gefragt, ob wir nicht Lust hätten mehrmals in der Woche bei ihm Salsaunterricht zu nehmen und dann vielleicht irgendwann sogar Auftritte und Präsentationen tanzen wollen.
Denke wir schauen uns das am Montag mal an und dann mal sehen, ob wir dabei bleiben wollen.

Freitag war dann ein super Tag!
Und zwar hat die Organisation mit der ich hier bin auch eine Schneiderei, die Klamotten herstellt. Demnächst soll dann ein Katalog mit eben diesen Klamotten veröffentlicht werden und dafür brauchten sie Models.
Ja, und dann sind Max, Roger, Ani, Steffi und Ich plus Fotograph an den Titcacasee gefahren und haben ein die Fotos gemacht. War echt toll, super professionell und die Bilder sind auch echt super toll geworden.
Erstmal sind wir aber ganze zwei Stunden hingefahren. Quer durch La Paz, El Alto und dann über den Altiplano, der auf 4038 Meter liegt. Da oben ist alles Flach. Überall Kühe und Schafe, die fast am verhungern waren, alles trocken und Lehmhütten, die ewig weit auseinander standen und ganz oft hat man Cholitas gesehen, die mit Schubkarren und Kleidung an ein fast ausgetrocknetes Flussbett gegangen sind um dort zu waschen.
Unsere "Location" war auch echt super. Der Titicacasee und daneben ein Mitlitärstützpunkt. Überall verlassene alte Häuser und Mauern und alte, verrostete Eisenbahnwägen.
Hat total Spaß gemacht auch wenn's echt anstrengend war, aber es hat sich wirklich gelohnt.
Später sind wir dann noch nach La Paz auf eine Aussichtsplattform gefahren und haben dort noch einige Bilder gemacht.
War ein super Tag!

Nächste Woche bekommen wir wahrscheinlich die Bilder, hier jedoch schon mal Einige, die wir selber gemacht haben!

Ganz ganz viele liebe Grüße aus La Paz!
Eure Krisi



Der Altiplano


Unsere Location


Max Ani Steffi


Ich

Mittwoch, 12. August 2009

Die Entscheidung ist gefallen !!!!

Heute abend wurde entschieden, wer in welchem Projekt arbeiten wird:

Mein Arbeitsplatz für das nächste Jahr wird das "Centro Betania" sein, die Hausaufabenbetreuung.

Anna wird im Kindergarten aushelfen und Marcia und ich werden dann bei der Hausaufgabenhelfen helfen. Ich freu mich, dass Marcia und ich zusammen in einem Projekt sind!
Morgen dann der erste richtige Arbeitstag, mal schauen was uns erwartet :) ...

Probearbeiten und Daddy Yankee Konzert !!!

Hallo Ihr,

Eine neue Woche, viele neue Erlebnisse:

Am Montagmorgen ging's erst mal zum Arzt. Nachdem wir erstmal ewig warten mussten bis der ganze Papierkruscht erledigt war, wurden wir dann alle aufgerufen und voll durchgecheckt.
Alles okay, bis auf dass der Zahnarzt bei so Einigen von uns Karies festgestellt hat, obwohl wir alle bevor wir nach Bolivien geflogen sind noch in Deutschland beim Zahnarzt waren und dort alles okay war. Das müssen wir also nicht wirklich ernst nehmen.

Nachmittags ging's dann ins erste Projekt. Ich bin mit Marcia ins "Apoyo Social Familiar" gegangen.
Als wir dort ankamen wusste erstmal niemand, dass wir überhaupt kommen sollten. Haben dann erstmal mit den Frauen aus dem Frauenhaus zu Mittag gegessen. Es gab Kochbanane, Salat und Fleisch. Und wie immer hier ein Getränk das bestimmt zu 100% aus Zucker bestand.
Nach dem Essen sind wir dann doch aber noch losgezogen und haben zwei Familien besucht. Die erste Familie lebt zu zwölft in einer kleinen "Behausung". Mit vier Hunden und einem Huhn. Das kann man sich in Deutschland garnicht vorstellen, dass jemand so leben kann und trotz allem noch glücklich ist und das Beste aus der Situation macht.
Die zweite Familie hatte es da schon ein bisschen besser. Es war eine junge Frau, 19 Jahre alt, die schon zwei kleine Kinder hatte und das dritte im Oktober zur Welt kommen wird. Ihr Freund hat sie wegen ihrer 15-jährigen Schwester verlassen und ist mit dieser abgehauen.
Letztendlich brauchten wir dann eine ganze Stunde wieder zurück in die Stadt. Wir verbrachten wirklich mehr Zeit im Minibus, als dass wir bei den Familien waren.
Teilweise, wurde uns erzählt, wohnen die Familien so weit außerhalb von La Paz, dass man 1 1/2 bis 2 Stunden mit dem Minibus fahren muss und dann noch eine Weile zu Fuß gehen muss....

Am Dienstag war ich dann im "Centro Betania". Das ist eine Art Hausaufgabenhilfe und ein Kindergarten. Ich hab aber in der Hausaufabenhilfe mitgeholfen. Morgens kamen die 13- bis 14-jährigen. Am Anfang hat ich nicht wirklich was zu tun, weil niemand wirklich was sinnvolles getan hat. Überall lief Handymusik und jeder tat das, zu was er Lust hatte und kam und ging wie er wollte. Irgendwann hab ich dann aber angefangen der "Klasse" Englisch beizubringen. Stand vorne und hab versucht ihnen die Tage, Monate und Zahlen näherzubringen, was mehr oder weniger geklappt hat.
Nachmittags kamen dann die ganz Kleinen aus der Schule. Ich war dann in der 1. Klasse und hab dort geholfen.
Ersteinmal mussten alle die Zähne putzen und Hände waschen und ich musste aufpassen, dass es auch alle machen. Danach haben einige ihre Hausaufgaben gemacht und andere mussten eine Bolivienlandkarte bemalen und beschriften.
Die Kleinen sind echt süß gewesen. Alle kamen direkt auf einen zu und haben sich gefreut, dass man da war. Und das tolle war, dass sie sogar alle auf mich gehört haben wenn ich was gesagt hab :) Um fünf Uhr hatten wir dann Feierabend.
Das Projekt ist schon echt super, nur soll die Chefin absolut blöd sein und alle Mitarbeiter mobben. Sie wurde schon drei mal versetzt weil sie nicht in der Lage war ein Projekt zu leiten, aber trotz allem bekommt sie immer wieder eine Stelle als Chefin...

Abends gings dann zum Daddy Yankee Konzert hier in La Paz!
Wir hatten echt super Plätze und haben voll perfekt gesehen und auch noch Platz zum Tanzen gehabt.
Anstatt um halb 9 fing das Konzert dann zwar erst ganze zwei Stunden später an aber es war absolut toll!
Die Stimmung war super, alle haben getanzt, es war eine super Bühnenshow und vorallem haben wir für diesen tollen Abend gerade mal 12 Euro bezahlt :) Hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Heute, also Mittwoch, war ich dann im Mädchenheim, im "Hogar Ninas Obrajes". Die Räume hier waren sooo kalt, dass ich mit dicken Socken und bestimmt 6 Pullis und Jacken immernoch unglaublich gefrohren hab. Letzendlich sahs ich dann auch morgens drei ganze Stunden da und hab einer geholfen ihre Bilder anzumalen. Und kein Einziges der Mädchen hat gedacht sie müsste mal mit mir reden. Wenn ich kein Gespräch begonnen habe war Stille.
Beim Mittagessen hab ich mich allerdings relativ gut mit der Lehrerin unterhalten. Nachmittags hat ich dann erstmal wieder nichts zu tun, bis ich dann irgendwann angefangen hab einem Mädchen bei ihren Englischhausaufaben zu helfen. Das war dann ganz ok und ich hab mich mit zwei der Mädchen dann danach auch noch bestimmt eine Stunde über die Unterschiede zwischen Bolivien und Deutschland unterhalten. Das war dann ganz schön, aber letztendlich hab ich mich absolut nicht wohlgefühlt und will da auch nicht arbeiten.

Die Entscheidung fällt auch bald! Wir werden sehen!
Hier noch einige Bilder:



Besuch bei der ersten Familie


Deren Küche


Außenbereich


Die andere Seite von La Paz: Müll


Marcia und ich mit dem 19-jährigen Mädchen

Daddy Yankee Konzert in La Paz:
(Leider sind die Bilder nicht soo toll geworden)









Freitag, 7. August 2009

Bolivianische Zuverlässigkeit und Nationalfeiertag

Hallo ihr Lieben!
Es gibt wieder einiges Neues zu berichten!

Am Mittwoch morgen hatten wir einen Termin beim Arzt wegen unseres Visums. Wir müssen nämlich alle von Kopf bis Fuß durchgecheckt werden.
Wir also morgens früh aufgestanden, alle waren müde und dann kommen wir beim Arzt an und was ist: Praxis geschlossen !
Am Donnerstag war nämlich bolivianischer Nationalfeiertag hier (der 6. August) und deswegen mussten alle ihre Paraden und Tänze und ähnliches am Tag davor nochmal üben, weswegen dann also die Praxis geschlossen war. Jetzt müssen wir alle am Montag nochmal hin.
Naja, dann waren wir noch lecker frühstücken und haben dann den Rest vom Tag noch das Jungenheim ("Casa Esperanza") und das Heim für junge Mütter und deren Kinder ("Casa Refugio") angeschaut.

Abends waren wir dann noch so richtig schön feiern! Die Disko war echt toll und es kam super Musik.
Und es gab dort einen Eimer voll mit Wodka-Orange für umgerechnet 3 Euro!
Die Preise hier sind echt der Hammer. Wir waren heute Mittag zum Beispiel alle Chinesisch essen. Eine kleine Vorspeise, Suppe, als Hauptgang Süß-saures Hünchen und Eis als Nachtisch!
Und das alles für umgerechnet nur 1,50 Euro!

Also wie gesagt, am Donnerstag war dann hier Nationalfeiertag. Überall hingen die Bolivianischen Flaggen draußen und in jedem Wohngebiet fanden Paraden und Umzüge statt.
So auch bei uns im Wohngebiet. Die haben wir uns natürlich anschauen wollen.
Und auch unsere Organisation ist mitgelaufen. Ein riesen Schild am Anfang und dahinter alle Mitarbeiter im schwarzen Anzug in Viererreihen aufgereiht. Und einer der Kindergärten lief auch mit. Voll süß die Kleinen, alle in traditioneller Kleidung angezogen. Als die Mitarbeiter uns dann am Straßenrand haben stehen sehen, haben sie uns sofort zu sich gerufen und wir durften mitlaufen. Haben uns dann auch eingereiht und sind quer durchs Wohngebiet marschiert :)
Und ganz viele Leute am Straßenrand haben gewusst, dass wir die Voluntäre der Fundación waren und haben uns zugeklatscht und uns gedankt, dass wir hier helfen!
War cool!

Heute, Freitag haben wir uns dann noch die letzten zwei Projekte angeguckt. Am Wochenende haben wir frei und ab Montag mittag dürfen wir dann in drei Projekten Probearbeiten.
Haben vor einigen Tagen zwei zusätzliche Sofas für unsere Wohnung bekommen und heute kamen sogar endlich unsere lang ersehnten Vorhänge.
Jetzt sieht es schon viel viel heimischer bei uns aus :)

Hier noch einige Fotos!
Hasta luego!
Eure Krisi


Die Kathedrale von La Paz


Ein Teil der Voluntäre


Abends in der Disko: Marcia, Ich und Clemens

Parade am Nationalfeiertag:
Ja, wir hatten durchaus sehr viel Spaß an dem Tag :)




Die Mitarbeiter der Fundación


Kinder


Anto und Ich mit Bolivienflaggen




Marcia und Ich mal wieder


Ich trag meine Tasche öfters unter der Jacke, musste natürlich sofort ein Foto
davon gemacht werden ;)


Keine Ahnung was da los war :)

Dienstag, 4. August 2009

Achocalla!

Jetzt sind wir wieder zurück vom Seminar in Achocalla.
Achocalla ist ein kleines Dorf ungefähr 30 km von La Paz entfernt.
Und die Fahrt dorthin war schon echt ein Abenteuer. Die Straßen konnte man nicht wirklich Straße nennen, eine sehr staubige Schotterstraße, die stellenweise noch in Bau war. Überall Bauhaufen und Steinhaufen, um die unser Bus herumfahren musste.
Dafür war aber das Haus, das auch der Fundación gehört, sehr schön. Es war riesig groß und nett eingerichtet. Ein riesen Gelände und eine super Aussicht auf die Schneeberge und den Illmani.

Dort angekommen hat dann nochmal jeder Projektleiter sein Projekt vorgestellt. Die Fundacion hat sehr viele und vorallem sehr tolle Projekte. Ich bin grad hin und hergerissen zwischen zwei Projekten.
Das eine Projekt nennt sich "Apoyo Social familiar" und unterstützt arme Familien in El Alto. Man geht zu diesen Familien, guckt sich an wie die so leben und überlegt, wie man diese unterstützen kann.
Das andere Projekt, was ich sehr toll finde befindet sich im "Centro Betania". Dort würde ich morgens Englischunterricht geben und Nachmittags den Kindern bei den Hausaufgaben helfen.
Ab nächsten Montag dürfen wir uns drei Tage lang einzelne Projekte anschauen und danach müssen wir dann entscheiden wo wir arbeiten wollen... Mal schaun, für welches Projekt ich mich dann entscheide.

Sonst waren die zwei Tage in Achocalla aber auch sehr schön. Tagsüber war es total warm und wir lagen in der Sonne. Ich hab sogar einen Sonnenbrand bekommen. Doch sobald man dann ins Haus kam wurde es kalt und man musste sich schnell was anziehen. Und auch abends und nachts war es sehr kalt, doch mit einigen Pullis, der dicken Winterjacke und dicken Socken ließ es sich aushalten ;)

Heute stand dann ein Vortrag über Bolivien ( Kultur und Geschichte) auf dem Programm. War sehr interessant. Außerdem fand heut noch ein großes Fest statt. Eigentlich sollte es ein kleines Dankeschön-Fest für einen deutschen Spender sein, der gerade mit seiner Familie, wie jedes Jahr, hier Urlaub macht. Deswegen kamen vier der Projekte dort zusammen. Das Jungenheim, das Mädchenheim, das Übergangsheim für Jungs und das Heim für Junge Mütter. Überall wuselte es von Kindern.
Die Kinder fanden es natürlich alle super mal aus ihren Heimen zu kommen und mal etwas anderes zu sehen.

Morgen geht's zum Arzt uns durchckecken lassen, damit wir unser Visum bekommen. Und mittags gucken wir uns noch zwei der Projekte an.
Und am Donnerstag ist hier Nationalfeiertag. Mal schaun, wie die Bolivianer den hier so feiern :)

Hasta luego y muchos besos!!
Eure Krisi


Die Straße nach Achocalla


Vortrag der Projektleiter


Aussicht


Abends, dick eingepackt: Jonathan, Benni, Jakob, Ich, Marcia und Stephie


Die Kinder der Projekte beim Spielen

Sonntag, 2. August 2009

Bilder, Bilder, Bilder !

So, damit ihr einen kleinen Eindruck bekommt, wie ich hier so lebe, hier einige Bilder:


Der Himmel über La Paz bei unserer Ankunft


La Paz


La Paz bei Nacht


Marcia, Roger und Ani


Ich, Marcia und Steffie


Steffie und Ich


Der "Illimani"


Die Jungs im "Casa de Paso" üben einen Tanz


Indio-Frau am Straßenrand

Marcia und Ich


Mein Bett


Unser Bad


Unsere Küche


Teil von unserem Wohnzimmer

Samstag, 1. August 2009

Erste Grüße aus La Paz !

So, jetzt bin ich schon ein paar Tage hier in La Paz. Und jeden Tag gibt es Neues zu entdecken und zu sehen!

Aber La Paz ist echt eine tolle Stadt. Ganz anders als Deutschland! Viel mehr Menschen und Verkehr. (Ich mach drei Kreuze wenn ich in dem Jahr nicht überfahren werde, hier gibt es nämlich absolut keine Verkehrsregeln :)
Die Stadt liegt ja genau in den Anden, überall Berge und Felsen. Was leider auch bedeutet, dass man ständig Berge hochlaufen muss, was immernoch ziemlich anstrengend ist wegen der dünnen Luft hier!
Aber alle Leute sind ganz arg nett. Sie sagen immer hallo und heute auf der Straße hat uns sogar eine fremde Indio-Frau angesprochen, woher wir denn kommen würden.
Bei Nacht ist La Paz ein richtiges Lichtermeer und man kommt aus dem Staunen garnicht mehr raus. Von unserer Wohnung aus haben wir einen super Blick auf die das Stadtzentrum und El Alto (ein Wohnviertel).

Das mit der Höhe wird auch immer besser. Es ist zwar wie schon gesagt echt noch anstrengend den Berg oder Treppen hochzulaufen aber sonst geht es. Auch ist niemand
von uns krank (was aber sicher noch kommen wird).
Mit der Kälte geht es auch. Tagsüber ist es draußen echt warm, natürlich hat man einen Pulli und eine dünne Jacke an aber es lässt sich total aushalten. Zumindest in der Sonne, da kann es schon vorkommen, dass wir auch mal nur im T-Shirt rumlaufen. Sobald man dann halt wieder in den Schatten kommt wird es aber doch wieder kühl und man muss sich sofort wieder was anziehen.
In unserer Wohnung ist es dafür aber viel viel kälter. Aber wenn man warm genug angezogen ist ist das ok, das heißt ein paar Pullis und dicke Socken :) Nachts hab ich dann meinen Schlafsack und mein Bettzeug und bin dick angezogen und dann ist es absolut ok.

Unsere Wohnung ist auch echt toll. Total groß und geräumig und ich hab sogar mein eigenes, kleines, schnuckeliges Zimmer! Bald wollen wir die Wohnung dann auch noch Streichen und noch einige Dinge wie Spiegel usw kaufen, und dann wird das sicher echt schön werden hier. Dann kann ich auch endlich mein Zimmer richtig einräumen und all meine Bilder aufhängen.
Zur Zeit sind wir 7 Deutsche, 2 Engländer und drei Medizin-Studenten, die hier für 1 Monat ihr Praktikum im Krankenhaus machen.
Und bis jetzt läuft alles auch noch super und es gab noch keinen Stress oder ähnliches ;)
Im Haus, das ungefähr 10 Minuten von unserer Wohnung weg ist, wohnen die anderen 10 Voluntäre von uns.

Gestern haben wir das erste Projekt angeguckt, in dem wir arbeiten könnten. Es heißt "Casa de Paso" und ist eine Art Heim für Jungs, die auf der Straße leben oder arbeiten. Außerdem gibt es dort noch eine Hausaufabenbetreuung, einen Kindergarten und eine "Straßenschule", die eben einigen Leuten auf der Straße Schreiben und Lesen beibringt.
Dort haben wir dann auch den "Padre José" kennengelernt, den Chef der Organisation.
Am Montag und Dienstag gehen wir nach Ochocalla, eine kleine Stadt ca. 30 km von La Paz entfernt. Dort werden uns dann die anderen Projekte nochmals genauer vorgestellt.
Danach dürfen wir dann aber erst noch ein paar Tage Probearbeiten in einigen Projekten und dann entscheidet sich erst in welchem Projekt wir genau arbeiten werden.

Leider mussten wir aber auch schon Erfahrung mit Armut und Leid machen. Heute sind wir zum Beispiel durch die Stadt gelaufen, als zwei kleine Jungs, höchstens 9 oder 10 Jahre auf uns zu kamen, und nach Geld fragten. Kurz darauf haben wir dann eine Mutter mit ihrer Tochter gesehen, die ganz schwer getragen haben. Das Mächen war auch gerade mal 10 Jahre alt aber musste schon so schwer tragen, damit ihre Familie ein wenig Geld verdient.

Bilder kommen hoffentlich auch bald welche, damit ihr auch mal seht, wie ich hier so lebe und wie die Stadt so aussieht!

Ganz ganz viele liebe Grüße aus La Paz!
Eure Krisi